Feminists Ask Questions

FAQ – Feminists Ask Questions

Wir werden oft gefragt, was die RosaRot ist, wer sie macht, wer sie schreibt, wer sie liest und warum sie RosaRot heisst. Du fragst dich das auch? Hier findest du die Antworten!

RosaRot

1.    …wer macht dich?
Zurzeit arbeiten 10 Frauen ehrenamtlich in der Redaktion. Wir organisieren Vertrieb und Verkauf, gestalten das Layout und halten alle Fäden der Heftproduktion in den eigenen Händen. Gleichzeitig ist es uns ein Anliegen, rund um die RosaRot ein Netz von Beziehungen zu knüpfen, dass dieses Heft zu mehr macht als bloss einer Zeitschrift. Die Schweiz braucht wieder eine lebendige, öffentliche Debatte über politische Frauenkämpfe, diskriminierende Geschlechterstereotypen und selbstbestimmte Sexualität. Wir verstehen die Arbeit der Heftproduktion als unsern aktiven Beitrag zu dieser Debatte und geben ihr mit der Printausgabe einen physischen Raum, an dem alle teilhaben können.

2.    …wer schreibt dich?
Mit der RosaRot wollen wir Diskussionsraum für differenzierte Auseinandersetzungen mit feministischen Themen bieten. Wir veröffentlichen Texte von allen Menschen, die uns ihre Ideen einsenden oder an der öffentlichen Redaktionssitzung teilnehmen. Du musst nicht Journalistin sein, um deine Meinung und Gedanken in der RosaRot platzieren zu können. Die RosaRot bietet der ganzen Bandbreite von kritischen, feministischen Ansätzen Raum. Das Heft entsteht also nur dank deinem Beitrag! Als Lohn erhältst du unsere ehrliche und ausführliche Auseinandersetzung mit deinen Ideen und eine eingehendes Lektorat.

3.    …wer liest dich?
Die RosaRot wird von AbonnentInnen in der ganzen Deutschschweiz gelesen und hat auch zahlreiche LeserInnen in der Romandie, im Tessin, in Italien, Deutschland und Österreich. Ob als Abonnement oder als Einzelausgabe unserer öffentlichen Verkaufsstellen – die RosaRot hat den kleinen Kreis des Lokalen längst gesprengt und hebt ab zu neuen Höhenflügen.

4.    …warum print und nicht online?
Die Zeitschrift Rosa wurde 1991 von engagierten Geschichtsstudentinnen an der Universität Zürich gegründet. Damals gab es zahlreiche feministische Zeitungen, die mittlerweile aber alle eingegangen sind. Im Jahr 2012 stand auch die Rosa nach stolzen 46 Ausgaben vor dem Aus. In letzter Minute konnten einige Stundentinnen aus der Theologie, Religionswissenschaft und Philosophie die Redaktionsarbeit Ende 2013 wieder aufnehmen. Nun steht die RosaRot als Printmagazin (fast) alleine in der schweizerischen feministischen Zeitungslandschaft – und genau darum braucht es sie als papierne Ausgabe, die sichtbar und haptisch Raum schafft für feministische Anliegen. Das schliesst Onlinebeiträge aber nicht aus – weiteres dazu findest du auf facebook.com/rosarotzeitschrift.

5.    …warum rosa und rot?
Ob Rosa Luxemburg, Rosa Bloch-Bollag oder Rosa Parks: Diese Frauen sind unsere Vorbilder, weil sie sich immer kritisch, bewegt und tatkräftig für ihre Anliegen eingesetzt haben. Diese Frauen und ihre Forderungen machen klar, dass heute viele Themen auf struktureller Ebene dieselben sind wie noch vor 50 oder gar 100 Jahren. Feminismus war für sie und ist für uns eine Haltung, die gängige Lebensformen in der kapitalistischen, patriarchalen Gesellschaft hinterfragt. Das verdeutlicht das Rot,  weil Feminismus immer auch als Kapitalismuskritik zu begreifen ist: Es kann uns nicht darum gehen, bestehende Verhältnisse einfach unter umgekehrten «Geschlechtervorzeichen» zu wiederholen. Feminismus ist in diesem Sinne immer auch utopisch, weil wir zusammen mit anderen Menschen versuchen, über das Gewohnte und Bekannte hinauszukommen.