Geschichte der RosaRot

Die RosaRot war früher die Rosa … wie es dazu kam …

Die Zeitschrift Rosa entstand anfangs der 1990er dank engagierten Geschichtsstudentinnen an der Universität Zürich. Durch die Gründung einer Historikerinnengruppe mit dazugehöriger Zeitschrift wollten sie die Lücke füllen, die durch fehlende Lehrangebote zur Frauengeschichte bestand. Seither wurde die Rosa vier Mal umbenannt: Aus der Zeitschrift der Historikerinnengruppe wurde HistorikerinnenZeitschrift, dann Zeitschrift für Geschlechtergeschichte, später Zeitschrift für Geschlechterforschung und heute schliesslich RosaRot – Zeitschrift für feministische Anliegen und Geschlechterfragen. Was steckt hinter dieser Transformation? Im Jahr 2012 stand die Rosa nach stolzen 46 Ausgaben kurz vor dem Aus. Aufgrund eng getakteten Bologna-Karrierefahrplänen und der scheinbar nachlassenden Popularität des Anliegens „Feminismus“ fehlte es an Redaktionsnachwuchs. Über sieben Ecken und durch das Engagement einer feministischen Lesegruppe an der Theologischen Fakultät konnte die Redaktionsarbeit aber Ende 2013 wieder aufgenommen werden. Dabei wurde aus der Rosa die RosaRot. Mit dem „Rot“ im Namen will die Redaktion Verbindungen zu den Frauenkämpfen aus dem marxistischen Umfeld schaffen, diese wiedererzählen und weiterdenken. Gleichzeitig verbindet uns das „Rosa“ mit der bisherigen Geschichte der Zeitschrift, so dass RosaRot als Amalgam historischer und gegenwärtiger Geschlechterdiskurse fungiert. Des Weiteren bemühen wir uns, die Zeitschrift nicht mehr länger „nur“ in den Dienst der Wissenschaft zu stellen, sondern sie für eine breite LeserInnenschaft, auch ausserhalb der Universität, zu öffnen. Neben akademischen Texten soll auch Essayistisches, Anekdotisches, Kritisches und Künstlerisches Platz bekommen. So verstehen wir RosaRot vor allem als Diskussionsraum, in dem Fragen gestellt und diskutiert werden können, ohne dem Anspruch einer Antwort gerecht werden zu müssen. In diesem Sinne freuen wir uns auf zahlreiche LeserInnen, ebenso viele Beiträge und weitere 45 Ausgaben!